Hilfe, ich funktioniere nur noch. Ist das schon ein Wendepunkt?

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Es wird sicher nicht den einen großen Knall geben. Oder aber doch? Wer weiß das schon.

Jede von uns Frauen ist da unterschiedlich. Unterschiedlich in dem, was wir erlebt haben. Unterschiedlich in dem, was uns geprägt hat.

Und doch haben wir eins gemeinsam.

Wir jonglieren täglich so viele Bälle. Bis irgendwann dieser Moment kommt. Nicht laut. Eher schleichend.

Du wachst morgens auf und bist müde, noch bevor der Tag begonnen hat.

Müde vom täglichen Kämpfen. Vom inneren Kampf, gegen dich selbst.

Du hörst dich „JA“ sagen, obwohl sich innerlich alles zusammenzieht und du weißt, dass du wieder gegen deine Natur gehandelt hast.

Du triffst Entscheidungen und zweifelst diese schon am nächsten Tag wieder an.

Du erklärst dich, rechtfertigst dich, noch bevor jemand überhaupt gefragt hat.

Und irgendwann wird diese Stimme in deinem Kopf immer lauter: „War das jetzt alles?

Was „Ich funktioniere nur noch“ wirklich bedeutet

Funktionieren heißt nicht, dass du schwach bist.

Es heißt, dass du gelernt hast, stark zu sein. Dich anzupassen. Stets die Erwartungen anderer zu erfüllen. Auch, wenn es dich von dir entfernt.

Ganz typische Sätze in dieser Phase sind:

„Es passt ja eigentlich“

„Andere haben es schwerer und schaffen das auch“

Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt“

Und du nennst es Vernunft.

Aber dein Körper weiß es längst.

Enge im Hals. Unruhe im Bauch. Müdigkeit, die nicht vom Schlaf kommt.

Ist das denn schon ein Wendepunkt?

Ein Wendepunkt beginnt selten spektakulär.

Nicht unbedingt mit einer Kündigung. Nicht unbedingt mit einer Trennung. Nicht unbedingt mit dem Auszug der großen Kinder.

Manchmal beginnt es ganz unscheinbar mit diesen Gedanken:

„So möchte ich nicht weiter nur Funktionieren“

Kein Drama.

Kein Aufbruch.

Mehr braucht es für den Anfang nicht.